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Fragen/Antworten

1. Judogemeinschaft
     Dortmund e.V. 1975

frosch

Wie läuft ein Judotraining ab?

Nachdem wir uns gemeinsam in einer traditionellen Form begrüßt haben, machen wir ein spielerisch betontes Aufwärmtraining. Weil richtiges Fallen die Voraussetzung für ein verletzungsfreies Judo ist, erfolgt immer ein Wiederholen bzw. Erlernen der Fallübungen.

Im Technikteil lernst du neue Wurftechniken, sowie neue Tricks im Boden. Du musst zwar manchmal auch sehr ruhig und konzentriert sein, allerdings werden diese Phasen immer wieder durch Spiele zum Austoben oder Entspannen abgelöst!

Während eines Trainings finden sogenannte Randoris statt. Der Sinn dieser Übungsform ist es, die erlernten Techniken mit einem Partner unabgesprochen auszuprobieren. Du kannst dir das wie ein spielerisches, geregeltes und freundschaftliches "Raufen" vorstellen, das viel Spaß macht.

donald duck

Was bedeutet "Fallen lernen" und "Kämpfen"?

Wer Judo nicht kennt, denkt vielleicht, dass man nur Techniken vermittelt bekommt, mit denen man sich schützen und verteidigen kann. Es ist viel mehr, denn zuerst lernst du richtig zu fallen. Das klingt hart, ist es aber nicht. In kleinen Schritten wird dir gezeigt, wie du ohne Furcht und ohne Schmerzen verletzungsfrei auf den Boden kommen kannst.

Wir machen Judo auf einer Schaumstoffmatte, dennoch ist es nicht selten vorgekommen, dass bei Stürzen auf der Straße Judokas ohne Verletzungen geblieben sind, obwohl eine Straße wirklich hart ist. Ihr lernt, einen Partner mit Judotechniken kontrolliert zu Boden zu bringen, was man dann auch "Werfen" nennt.

Vor dem Fallen und Werfen, wärmt ihr euch durch Judospiele auf, anschließend gibt es Zeit,  um in einer fair geregelten Form des  "Raufens"  die gelernten Techniken auszuprobieren. Dabei  ist das körperliche  Messen ("Kämpfen") mit einem Partner immer ein partnerschaftliches Miteinander. 

Natürlich werdet ihr im Laufe der Zeit beweglicher, kräftiger,  fitter und  fühlt  euch  wohler und sicherer. 


Tut Judo nicht weh?

Nein! Wie bei allem was man neu erlernt, fangen wir natürlich klein an. Ehe man sich versieht, macht man spektakuläre Rollen ohne sich dabei weh zu tun.
 

Ist Judo auch für Mädchen geeignet?

Diese Frage kann man klar mit  "JA"  beantworten. Nicht nur der Selbstverteidigungsaspekt,  sondern alle anderen positiven Auswirkungen sind für Mädchen und für Jungen gleichermaßen geeignet.
 

Wo kommt Judo her?

Vor etwa 120 Jahren entwickelte ein Professor in Japan (Jigoro Kano) eine neue Kampfsport-Disziplin für seine damaligen Schüler. Einen "sanften Weg" (japanisch: JU-DO) wollte er, auf dem körperliche, geistige, persönliche und soziale Fähigkeiten entwickelt und gefördert werden. Die Techniken sollten keine gefährlichen Elemente wie etwa Tritte und Schläge enthalten und dennoch effektive Selbstverteidigung ermöglichen. Judo entwickelte sich immer weiter bis hin zur Olympischen Disziplin. 
 

Wie werde ich Mitglied?

Um Mitglied werden zu können, ist ein Beitrittsformular vollständig ausgefüllt beim Trainer abzugeben. Weiteres siehe Training
 

Kann ich Judo auch ohne Judoanzug machen?

Ja,  für die ersten Trainingsstunden ist eine Sporthose und ein langärmliges Sweatshirt völlig ausreichend. Danach solltest du möglichst schnell einen Judoanzug zur Verfügung haben, nur damit können alle weiteren Trainingsübungen sinnvoll durchgeführt werden. 
 

Wie alt sollte ich sein, um mit Judo anfangen
zu können?

Kinderjudo kann in unserem Verein ab 5 Jahren betrieben werden. Auf Anfrage auch schon ab 4 Jahren. Spielerisch erlernen Kinder Gewandtheit, Beweglichkeit , Ausdauer, Schnelligkeit und Fairness. Von Ärzten und Psychologen wird Judo empfohlen, da eine vielseitige motorische Ausbildung ohne einseitige Belastungen erreicht wird. Kinder können sich auf den weichen Matten beim Bodenkampf auch mal raufen, ohne einander weh zu tun. Regelmäßig gibt es einen zusätzlichen Ansporn durch das Erlangen von neuen Gürteln (Kyu): Sie kennzeichnen auch den Ausbildungsgrad eines Judokas.
 

Was sollte ich beachten, wenn ich auf die Judomatte gehe?

Die Finger- und Fußnägel sollten so kurz sein, dass sie keine Gefahr für dich selbst (abbrechen) oder andere (kratzen) darstellen. Die Sportkleidung sollte sauber sein. Füße und Hände werden vor dem Training gewaschen. Jeder Schmuck muss abgelegt werden, auch Haargummis mit Metall sind aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen.

Falls ein frisch gestochener Ohrring oder Piercing nicht herausgenommen werden kann, so kann man diese Stellen mit einem Pflaster oder Tape abkleben.

 

Ist durch Judo das Verletzungsrisiko bei Fahrradunfällen kleiner?

Da man das Fallen aus allen möglichen und unerwarteten Situationen lernt, kann man sich auch in so einem unglücklichen Moment besser schützen. Man muss nicht nachdenken sondern reagiert einfach, - der Vorteil gegenüber Unerfahrenen ist unumstritten. 
 

Welchen Wert hat Judo als Selbstverteidigung?

Grundsätzlich erhöht Judo das Selbstbewusstsein und reduziert das Gefühl, ausgeliefert zu sein. Schließlich erlernt man ja eine sog. Kampfsportart und auch wenn man nicht bewusst daran denkt, so tritt man dadurch doch automatisch etwas sicherer auf. Situationen, die eine Selbstverteidigung erforderlich machen beginnen oft mit einem Verhalten, bei dem ein Mensch unsicher und als "Opfer" wirkt.

Andere Menschen können die durch Judo allmählich wachsende Ausstrahlung von Sicherheit wahrnehmen, wodurch dieses "Opferschema" oft nicht mehr in oben beschriebener Weise wirkt. Die Mädchen und Jungen lernen beim Judo auch, Alltagskonflikte (z.B. auf dem Schulweg) nicht durch körperliche Auseinandersetzung zu "klären". Ein Judoka ist emotional gestärkter und innerlich sicherer, und sie/er wird sich eher mit körperlichen Maßnahmen zurückhalten. Die Vermittlung von Judo Techniken ist immer begleitet vom Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs damit.

Wir haben im Training die Möglichkeit unsere Techniken auszuprobieren und uns miteinander zu messen. Deshalb entwickelt sich eher die Einstellung "gelassen über den Dingen zu stehen", als die Haltung, mit den gelernten Fähigkeiten anzugeben. Kampftechniken gehört nicht in den Alltag! Sollte es allerdings zu einer echten Notsituation kommen, bei der das körperliche Befinden in Gefahr ist, dann wird ein Judoka sich auch wehren müssen und dieses auch in angemessener Weise können.

judomaus

Welche Gürtel gibt es beim Judo und welche Bedeutung haben sie?

Wenn man beim Üben einige neue Techniken gelernt hat, dann sollte man auch dafür Anerkennung bekommen. Dafür gibt es beim Judo die verschiedenen Gürtelfarben. Sie drücken deine immer weiter wachsenden Fähigkeiten als Judoka aus. Damit du deinen Judoanzug richtig tragen kannst, hat jeder am Anfang einen weißen Gürtel. Dann verändern sich die Gürtelfarben im Laufe der Zeit.

Die Reihenfolge ist weiß, weiß-gelb, gelb, gelb-orange, orange, orange-grün, grün, blau und dann braun. Früher gab es weniger Grade bei den Farbgurten (Kyu-Grade). Es wurden weitere Stufen hinzu genommen, um gerade Kindern und Jugendlichen auch kleinere Lernerfolge honorieren zu können. Wenn du ein erwachsener Judomeister geworden bist, dann kannst du einen schwarzen Gürtel (Dan-Grade) tragen. Den schwarzen Gürtel kann man frühestens mit 16 Jahren, ablegen.
 

Sind die Gürtelprüfungen international anerkannt?

Ja, die Gürtelprüfungen sind international anerkannt. Sie müssen durch einen Prüfer mit Prüfungsberechtigung abgenommen werden. Im Judopass wird das für den Judoka eingetragen und durch Unterschrift und Kyu-Marke bestätigt. Die Altersbedingungen für den jeweiligen Gürtel im Kinderbereich sind in den EU-Ländern zum Teil unterschiedlich geregelt.  
 

Fördert Judo die körperliche Gesundheit?

Da man beim Judo meißt Körper, Kopf, Arme und Beine gleichzeitig koordinieren muss, entwickelt sich eine überdurchschnittliche Körperwahrnehmung. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten werden nicht nur schwerpunktartig die Arme oder Beine trainiert. Judo ist ein Sport, der den ganzen Körper einbezieht. Speziell für Personen mit Rückenproblemen und Haltungsschwächen bietet sich Judo an. 
 

Ist Judo auch etwas für "Schüchterne"?

Ganz  viele  zurückhaltende  Kinder  erleben  durch  Judo eine neue oder  andere Rolle in der Gruppe.  Oft entsteht nachhaltiges  Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.  Beim Judo erwächst ein Gemeinschaftsgefühl. So kam es vor, dass  kleinere  Kinder,  die ja  gewöhnlich   noch   etwas  kräftiger am "Rockzipfel"  der Mutter hängen,  nach dem zweiten Training so begeistert waren, dass  sie  das Trainingsende viel zu früh erreichten und lieber auf der Matte bleiben wollten. In die Gruppe mit Freude und Spaß integriert, finden sie sehr schnell den eigenen Weg zu dieser Sportart.
 

Wird Judo immer häufiger von Therapeuten und Erziehern zielgerichtet eingesetzt?

Ebenso wie das Therapeutische Klettern erfreut sich der Judosport in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit für therapeutische und pädagogische Ansätze. Zu den positiven Auswirkungen koordinativ ausgeübter Bewegungen kommen sehr viele pädagogische Komponenten hinzu.  
 

Wie gefährlich ist Judo?

Ungefährlich sieht es nicht aus, wenn man das erste Mal einen Judo-Wettkampf beobachtet. Da wird geworfen, gewürgt und gehebelt. Während des Werfens fällt der Partner auf die Matte und danach wird am Boden weitergekämpft.

Verwirrt und Erschrocken. Das sind normalerweise die zwei Zustände in denen sich Eltern befinden, wenn sie zum ersten Mal einen Kampf ihrer Kinder beobachten. Judo der „sanfte Weg“? Auf den ersten Blick erscheint dies ein wenig paradox. Schaut man jedoch genauer hin, verschwinden die Bedenken und Zweifel schnell wieder. Obwohl für den Judosport alle Teile des Körpers aktiv gebraucht werden, erscheint Judo auf keiner Verletzungsstatistik weit oben. Die Anzahl der Unfälle pro 100 Sportler wird mit ungefähr 1,7 angegeben.

Untersuchungen zeigen, dass Judo-Unfälle relativ zur Gesamtzahl an Sportunfällen recht selten auftreten. Bei den Frauen sind es 3.8 Prozent und bei den bei den Männern zwei Prozent.

Die niedrigen Werte sind vor allem darauf zurück zu führen, dass im Judo viel Wert auf das korrekte Fallen gelegt wird. Bereits zu Beginn lernt man den korrekten Umgang mit Fallen und dem “geworfen werden”.

Das Fallen ist nicht nur nützlich im Judosport; es hilft auch das Verletzungsrisiko ausserhalb des Dojos (Trainingsstätte) erheblich zu reduzieren. Ebenfalls werden die Grundregeln des Judosports vermittelt. Diese sind vor allem Respekt und Achtung vor dem Partner. Ferner fördert Judo das Körpergefühl, die Beweglichkeit, das Gleichgewicht und die Koordination. Judo schult körperliche, geistige und soziale Fähigkeiten. Mit Fairplay und gegenseitigem Respekt lernen Kinder in einer spielerischen Art den Wettkampf kennen. Sie lernen, sich zu behaupten aber auch die Regeln zu respektieren. Hier wird die Grundlage für ein Selbstvertrauen geschaffen, das auf anderen Fähigkeiten basiert, als sie beispielsweise in der Schule gefordert sind. Respekt und Rücksichtnahme auf jüngere, kleinere, leichtere Kinder wird nicht nur bei den Schülern grossgeschrieben.
 

Ist Judo Gewaltprävention?

Ja! Mittlerweile gibt es auch in Deutschland viele erfolgreiche Judo Projekte, die speziell zur Gewaltprävention und Integration eingerichtet wurden.
 

 

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